


In vielen natur-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereichen ist die Befragung das Mittel der Wahl für das Testen empirischer Hypothesen. In diesen einfachen 3 Schritten erklären wir die, wie du vorgehen kannst:
Dieser Schritt stellt die umfangreichste Arbeit dar und macht ca. 70% der gesamten Analyse aus. Zur Datenaufbereitung zählen:
Datenbereinigung (löschen überflüssiger Variablen) Bestimmung der Skalenniveaus, labeln der Variablen und Werte Fehlende Werte löschen oder ersetzen (z.B. durch eine Mittelwertimputation) Überprüfung der Daten auf Plausibilität (stimmen die Daten?), Validität (stellen die Daten dar, was ich messen will?) und Reliabilität (Sind die Konstrukte messgenau?). In der Regel werden etablierte Messinstrumente verwendet, weshalb eine Validierung nicht notwendig ist. Soll ein eignes Messinstrument verwendet werden, müssen aufwändige Faktoranalysen (explorative, konfirmatorische) durchgeführt werden Erstellung der Konstrukte und Datentransformation (Recodierung negativ gepolter Items), dabei kann man sich in der Regel nach dem Manual der Originalstudien der Messinstrumente richten. Für viele Modelle müssen zusätzlich Dummy Variablen erstellt werden Sortieren des Datensatzes. Datenanalyse lebt von Übersichtlichkeit!
Je nach Skalenniveau werden die Daten nun dargestellt. Für nominale Daten werden Häufigkeiten und Balkendiagramme abgebildet. Dasselbe erfolgt für ordinale Daten, nur kann hier der Median ergänzt werden. Metrische und quasi-metrische Daten werden mit allen Parametern von Verteilungen beschrieben (Mittelwert, Standardabweichung, Median…) Metrische- und quasi-metrische Daten werden mit Boxplots und Histogrammen abgebildet. Zudem werden sie auf Normalverteilung überprüft.
Dieser Schritt verursacht wohl die meisten Probleme. In Abhängigkeit der Hypothesen, des Skalenniveaus und der Verteilung der Daten muss der richtige Test auf Signifikanz gewählt werden. Zusätzlich muss daraus die Effektstärke berechnet werden. Ergänzend kann auch bayesianische Statistik erfolgen.
Im Folgenden siehst du Beispiele für Fragebogenauswertung in SPSS und R, jedoch können wir dich auch in JAMOVI, JASP, STATA und Python unterstützen:
Hier siehst du einen Überblick, bei welchen Fragebogen Auswertungen wir dich unterstützen können:
Zuerst musst du die Daten importieren. Viele Umfragetools bieten bereits das SPSS .sps Format an. Einfach geht es auch mit Excel. Eine .xlsx Datei kannst du einfach über Datei🡪öffnen🡪Daten einlesen. Wichtig! Du musst den Datentyp ändern in Alle Formate.
Optional kannst du auch .csv Daten einlesen. Hier musst du jedoch überprüfen, mit welchen Sonderzeichen Variablen und Werte getrennt sind. SPSS bietet dir eine Vorschau an.

In SPSS stellt die Datenanasicht nun eine einfache zweidimensionale Übersicht deiner Daten dar. Zeilen sind Versuchspersonen und Spalten Variablen. Unter Variablenansicht kannst du die Variablen bearbeiten.

Datenanalyse lebt von Übersichtlichkeit. Lösche also was du nicht brauchst, z.B. Browserdaten, Time Tracker, Indexvariablen etc...


Beschrifte die Variablen, damit die Grafiken richtig beschriftet und die Häufigkeitstabellen übersichtlicher sind.


Zu den Skalenniveaus
Hier spielen nun deine Hypothesen und die Skalenniveaus eine entscheidende Rolle. In unserer Testübersicht kannst du dir einen Überblick verschaffen.
Zur TestübersichtHier kannst du dir einen Überblick über die verschiedenen Arten der Hypothesentests verschaffen, wie Signifikanzwerte, Effektstärke oder Bayes-Statistiken.
Zu den Hypothesentests